
Welche Karosserieformen gibt es?
Die Karosserie eines Autos ist der Raum, in dem die Passagiere und die Ladung untergebracht sind. In Werbeprospekten liest man oft Begriffe wie Limousine, Minivan, SUV, Fließheck usw. Alle diese Begriffe beziehen sich auf die Karosserieform. In diesem Artikel erklären wir Ihnen, wie man verschiedene Karosserieformen klassifiziert und welche besonderen Merkmale sie haben.
Arten nach Bauform
Je nach Bauform lassen sich Karosserien anhand ihres Designs unterscheiden, das heißt, ihre geometrische Struktur ist klar definiert. Auf diesen Bildern können Sie ihre farblich hervorgehobenen Formen sehen. Die Art ändert sich je nach Anzahl der Volumen (Boxen), die ihr Design aufweist:
- Ein-Volumen-Design, Monospace oder Monovolumen: Die Karosserie hat keine Unterteilungen; sie besteht aus einem einzigen Volumen.
- Zwei-Volumen-Design: Sie haben zwei Volumen. Es gibt ein Volumen für den Motor und die Vorderradaufhängung und ein weiteres Volumen für den Innenraum und den Kofferraum.
- Drei-Volumen-Design: Sie haben drei separate Volumen: das vordere Volumen (Motor), das Passagiervolumen (Innenraum) und das hintere Volumen (Laderaum/Kofferraum).
Arten nach Karosseriestil
Neben der Bauform gibt es auch eine Klassifizierung nach dem Stil des Autos. In dieser Liste werden unter anderem die Anzahl der Türen und die Art der Kofferraumöffnung berücksichtigt. In dieser Gruppe werden die verschiedenen Autostile ästhetisch gruppiert.
- Limousine (Stufenheck): Sie hat ein Drei-Volumen-Design mit vier Türen. Es ist das häufigste Auto, und man erkennt deutlich einen vorderen Bereich (Motorhaube), einen mittleren Bereich (Innenraum) und einen hinteren Bereich (Kofferraum). Sie hat einen horizontalen Kofferraumdeckel, der die Heckscheibe nicht mit einschließt.
- Fließhecklimousine (Berlina): Sie ist der Stufenhecklimousine sehr ähnlich, aber der Kofferraumdeckel schließt die Heckscheibe mit ein. Das bedeutet, dass man durch den Kofferraum in den Innenraum gelangen kann. Deshalb spricht man bei diesem Design von fünf Türen. Ästhetisch gesehen wirkt der Kofferraum im Vergleich zur Stufenhecklimousine kleiner im Verhältnis zum Innenraum.
- Kombi: Sie haben ein Zwei-Volumen-Design, bei dem sich der Innenraum und der Kofferraum ein Volumen teilen. Je nach Herstellungsland werden sie unter anderem auch „Break“ oder „Avant“ genannt.
- Drei- oder Fünftürer: Ihre Karosserien haben zwei Volumen. Der Kofferraumdeckel schließt beim Öffnen die Heckscheibe mit ein, sodass die Öffnung sehr groß ist. Aus diesem Grund wird er als weitere Tür betrachtet und zur Anzahl der Seitentüren addiert.
- Coupé: Sie haben zwei oder drei Volumen und nur zwei Seitentüren. Je nach dem Winkel, den die Heckscheibe mit dem Kofferraumdeckel bildet, werden sie als Fastback (Fließheck) oder Notchback (Stufenheck) bezeichnet (wir werden dies später erklären).
- Cabriolet: Auch Cabrio oder Roadster genannt. Das Dach kann zurückgeklappt oder abgenommen werden. Man kann es im Kofferraum verstauen, und der Innenraum ist dann dachlos. Auf diese Weise können Sie die Sonne und den Fahrtwind genießen.
- SUV (Sport Utility Vehicle): Sie haben in der Regel zwei Volumen, sind aber größer als bei einem normalen Auto. Sie wurden als Straßen-Personenkraftwagen konzipiert, können sich aber dank ihrer größeren Räder gelegentlich auch im Gelände bewegen. Es gibt auch anspruchsvollere Versionen, die über einen 4x4-Allradantrieb verfügen.
- Crossover: Sie sind eine Mischung aus Limousine und SUV.
- Pick-up oder Trucks: Sie haben hinten eine Ladefläche, die meist offen ist, obwohl sie auch mit einer Plane oder einer festen Kunststoffabdeckung versehen sein kann.
- Geländewagen: Sie haben in der Regel zwei Volumen und ihr Hauptzweck ist das Fahren in schwierigem Gelände (Schlamm, Sand, Schnee oder Felsen). Sie verfügen typischerweise über Allradantrieb und große Räder mit ausgeprägtem Profil für besseren Grip.
Arten nach Heckpartie
1. Notchback (Stufenheck): Es ist ein Synonym für Drei-Volumen-Autos. Der vordere, mittlere und hintere Bereich sind klar voneinander abgegrenzt.
2. Hatchback (Schrägheck): Dies sind Zwei-Volumen-Autos. Der hintere Kofferraumdeckel schließt die Heckscheibe mit ein, und seine Form fällt abrupt ab, was dem Heck des Autos eine markante Form verleiht. Durch den Kofferraum kann man in den Innenraum gelangen. Im Gegensatz zu Kombis haben Schrägheckmodelle einen kürzeren hinteren Überhang und eine weniger vertikale Kofferraumklappe.
3. Liftback (Fließheck): Sie sind eine Variation von Schrägheckautos, aber ihre Kofferraumklappe ist flacher abfallend. Sie haben in der Regel vier Seitentüren, weshalb sie als gleichwertig mit „Fünftürern“ gelten.
4. Fastback oder Sportback: Es gibt ein durchgehendes Gefälle vom Dach bis zum Heck. Es handelt sich um aerodynamische Autos.
Hast du einen Fehler in dieser Anleitung gefunden? Sag uns Bescheid
War diese Information nützlich?
Danke!